Stimmrecht - Gartenkonzert
6. September 2008 - Bottrop, Deutschland
"Gibt es eigentlich schon neue Termine? Ich möchte euch gerne irgendwann mal in Deutschland auf einer kleinen Bühne erleben", schrieb ich an Swen von Stimmrecht. Die Antwort war sehr toll, Swen schrieb: "Wir machen am nächsten Samstag bei meinen Nachbarn nachmittags um halb 4 ein "Gartenkonzert". Das ist nichts Offizielles, es kommen ein paar Leute, aber wenn Ihr uns in ganz untypischer Umgebung erleben wollt: Herzlich willkommen!" Beim Lesen freute ich mich schon riesig und Swen hat sich genau so gefreut als ich gesagt habe, dass wir nach Bottrop kommen wurden. Schließlich sind spontane Aktionen immer die Besten und so fuhren wir eine Woche später nach Bottrop. Sedi, Dan und Tina hatten keine Ahnung, dass Swen uns eingeladen hatte. Überraschung! Als wir durchs Gartentor hinein kamen, haben sie sich total gefreut uns zu sehen und Swen und wir haben nur gelacht, weil die Überraschung so gut gelungen war.


Stimmrecht haben wir kennengelernt beim eigenen Vokal Festival Amusing Hengelo. Schon zweimal haben wir die Gruppe in unserer Stadt zu unserem Festival eingeladen und immer wieder waren wir begeistert. Vier tollen Stimmen, vier sehr netten Leute die mit viel Spaß und Überzeugung A Cappella Musik machen.

Die Lieder im Repertoire der Gruppe sind sehr unterschiedlich. Es gibt Klassikern so wie das wunderschöne Bridge over troubled water von Simon & Garfunkel, Poplieder so wie Torn von Natalie Imbruglia und Let me entertain you von Robbie Williams, aber es gibt auch Lieder aus dem deutschen Musikwelt die für einen krassen Gegensatz sorgen, zum Beispiel das laute und konfrontierende Hier kommt Alex von den Toten Hosen und das ganz ruhige und schöne Aus dem Beton von Stoppok.
Die CD Dada is muss
haben sie komplett gesungen, plus viele Lieder von der etwas ältere CD
Stimmrecht.
Die eigene, noch ziemlich neue Musikanlage wurde erfolgreich benutzt und der Sound
war klar und schön. Das Konzert war echt toll, ganz locker und spontan, mit ab
und zu ein paar schiefen Tonen die mich aber gar nicht gestört haben, und ein
paar lustigen Texthängern, weil sie nach dem Sommer noch fast nicht geprobt
hatten und die Liedtexten nicht mehr 100% im Kopf hatten. Es machte das Konzert eher
noch lockerer. Der große, zusammengeklappte Sonnenschirm wurde spontan als
Kontrabass benutzt bei Killing me softly und Sedi beschloss sich am Ende von
Don't stop me now in einer der in der ersten Reihe leer gebliebene Stühle
zu setzen um das Lied mit "I'm having such a good time" zu beenden.
Wir haben viel gelacht und das Konzert echt genossen. Es war mal etwas ganz Außergewöhnliches, mit Nachbarn, Freunden und Familien in diesem schönen Garten, Getränke und Fingerfood dazu, und einfach mal wieder herrliche A Cappella Musik hören. Dieses Konzert bezeichne ich als die Eröffnung meiner neuen A-Cappella-Theatersaison. Jetzt geht's wieder los! :D